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In der Arbeit in Organisationen stellt das von J. L. Moreno entwickelte Psychodrama
eine kreative und lebendige Methode dar, Verwicklungen aufzulösen, Kommunikation und
kollegiale Zusammenarbeit zu fördern und Konflikte am Arbeitsplatz zu lösen.
Psychodrama ist ein lebendiges, gruppenorientiertes Verfahren. In der Gruppe ,dramatisiert’
der/die Einzelne Wünsche, Phantasien und Träume und gestaltet auf schöpferische Weise den
Gruppen-Prozess mit. Verdrängte und gehemmte Gefühle und Verstrickungen in der eigenen
Biographie werden aufgespürt, neue Erlebnis- und Verhaltensweisen entwickelt und in das
eigene Leben integriert.
Die Arbeit mit dem Psychodrama führt zu einer vertieften Sensibilität für eigene
Gefühle und Bedürfnisse. Es wird die Bereitschaft entwickelt, eigene Unzulänglichkeiten
und aggressive Impulse zu sehen und anzuerkennen, sich mit inneren Widerständen
auseinander zusetzen, starre Haltungen und festgefahrene Einstellungen aufzuweichen
und mögliche Risiken in Kauf zu nehmen.
Angemessen in neuen Situationen und neu in alten Situationen’ reagieren zu
können – so beschreibt Moreno die besondere Bedeutung der Kreativität im
Psychodrama-Prozess. Im kreativen Tun werden Themen von Einzelnen, Teams oder
Organisationen inszeniert und häufig werden überraschende Lösungswege sichtbar.
Wir schätzen vor allem die Lebendigkeit des Psychodrama-Verfahrens. Auf
spielerische Weise wird die Einsicht in die Lebenszusammenhänge in all ihren
Schattierungen gefördert und die eigene Rolle in der Organisation bewusst gemacht. Die
zentrale Frage ist: wie kann ich meine persönlichen Fähigkeiten und Qualitäten in die
Gestaltung des Lebens einfliessen lassen, mein Leben selbstverantwortlich führen und
die Verantwortung für die Konsequenzen übernehmen?
mehr zu Psychodrama unter www.psychodrama-deutschland.de
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